Der Atem als Anker in stürmischen Zeiten

    «Ich bekomme keine Luft mehr.» So beschreibt eine Klientin ihre Panikattacken. Der Atem ist flach, der Körper in Alarmbereitschaft. Die Angst fühlt sich für sie an, als würde ihr der Boden unter den Füssen wegrutschen. Doch genau hier zeigt sich die wichtigste Ressource: Der Atem – er ist immer da.

    In meiner Praxis begegnen mir oft Menschen, die in einer Spirale aus Beklemmung feststecken. Besonders berührte mich eine junge Frau, die wegen massiver Panikattacken kaum noch das Haus verliess. Statt die Angst zu bekämpfen, gaben wir dem Atem Raum: Bewusstes Ausatmen und Spüren der Atempause senkten ihre Erregung und stärkten ihre Selbstwirksamkeit. Ruhige Atemzüge erinnerten ihren Körper: Ich bin hier, ich bin sicher.

    Der Atem ist das zentralste Element, um dem Sturm der Gefühle entgegenzusteuern. Er ist das Werkzeug, das uns im Hier und Jetzt verankert. Die Atemtherapie bietet einen Weg aus der Hilflosigkeit zurück zu mehr Ruhe und Gelassenheit.

    Diese Ausgabe der atemzeit zeigt, wie Atemtherapie bei Angst und Panik unterstützen kann – praxisnah und erfahrungsbasiert. Es lädt dazu ein, den Atem als verlässliche Ressource neu zu entdecken.

    Gerne können Sie die Zeitschrift im Sekretariat bestellen: sekretariat@atem-schweiz.ch oder auf der Verbandswebseite downloaden.